Wünschendorfer Unternehmen

Wünschendorf war schon immer ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf. Es gab einige große Wirtschaften, aber auch viele kleine Höfe, die kaum existieren konnten. Das größte Unternehmen war früher natürlich das Rittergut mit der angeschlossenen Damm-Mühle. Später dann die LPG.

Ende des 19. Jahrhunderts, vor allem durch der Bau der Bahnlinie im Flöhatal,  fasste auch die  langsam aufkeimende Industrie Fuß im Dorf.

Mit der Produktion von Häuschen, später Wetterhäuschen und anderem Spielzeug, fing es an. Fast in jeder Familie wurde direkt in der Stube etwas hergestellt. Auch die Kinder mussten da oft mit ran.

Edwin Berger betrieb eine kleine Zigarrenfabrikation mit Verkauf.

Im Lautenbachtal wurde eine vierstöckige Spinnerei (Schrötermühle) und eine ähnliche Fabrik auf dem Gelände der späteren "Alten Seifertmühle" gebaut. In der Nähe des "Roten Hauses" gab es einmal eine Leimfabrik.

Dann entstanden Unternehmen wie Robert Weber, die "Alte Seifertmühle" (als Räderfabrik) und die "Seifertmühle", die Vogelmühle und auch die Floßmühle. Im Ort waren dann noch die Firma Linus Dähnert, der Metall verarbeitende Betrieb von Bruno Wagner und dann, nach 1945, auch die Fabrik von Erich Hecker die größten Arbeitgeber.

Der ehemalige Gasthof wurde 1975 von der PGH Elektroinstallation erworben und ist heute als Elektroinstallation und Montage elimo GmbH bekannt.

Auch mehrere  kleine Drechslereien gab und gibt es noch im Dorf.

Aber Wünschendorf hatte in den letzten 100 Jahren noch viel mehr zu bieten. Es waren so fast alle Gewerke, zum Teil auch mehrmals, vertreten.

So gab es mehrere Gaststätten, Lebensmittelgeschäfte, Bäcker, Fleischer, Schneider, Friseure und Schuhmacher. Auch eine Tankstelle konnte man in Wünschendorf finden. Dorfschmiede, Tischler, Maler und Stellmachereinen und mehrere Fuhrunternehmen verdienten hier ihr Geld.

Natürlich möchten wir Einrichtungen, wie Gemeindeschwesterstation mit Gemeindeschwester und Arztsprechstunde, Schule mit Schulhort, Kindergrippe und Kindergarten, nicht vergessen.

Wir hatten auch einmal eine Sparkasse, ein Standesamt, eine Poststelle (an verschieden Orten) und eine öffentliche Wäschemangel (Wäscherolle) mitten im Dorf. Selbst eine Altstoffannahmestelle ( SERO) und eine Gemeindebibliothek fehlten nicht.

Eine HO Verkaufsstelle (Handelsorganisation) und ein

Haushaltswarengeschäft "1000 kleine Dinge" standen für die Bevölkerung zur Verfügung.

In der Nähe des Bahnhofs befand sich, nicht mehr direkt zu Wünschendorf gehörend, auch noch eine kleine BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft)  und im direkt im Bahnhofsgebäude war noch eine  Poststelle.

Natürlich gab es die Unternehmen nicht alle zur gleichen Zeit.

Es zeigt aber, das es im Laufe der Geschichte immer wieder entschlossene Bürger von Wünschendorf gab, die mit ihrer Tätigkeit zum Funktionieren des Dorflebens beigetragen haben.

Heute gibt es davon fast nichts mehr in Wünschendorf.

Ein kleine, straßenweise Auflistung dieser Wünschendorfer Aktivitäten, kann über Butten unten aufgesucht werden. 

Bei den Straßen, wo es noch keine Einträge gibt, ist das noch in Bearbeitung.

Etwa 1935 in der Holzdrechslerei von Johann Dähnert in Wünschendorf, heute Querweg 3. Vor dem Wohnhaus wurde überall das Holz  zum Trocknen aufgeschichtet. In der, hinten am angebauten Werkstatt, ging es auch recht beengt zu.

Bild: Dähnert Holzdrechsler Wünschendorf Erzgebirge
Wohnhaus Johann Dähnert Wünschendorf
Bild: Holzdrechslerei Dähnert Wünschendorf 1935
Werkstatt von Johnann Dähnert 1935

Einige "Nachwendefotos" von Wünschendorfer Unternehmen gibt es hier, noch ohne Erklärungen, zu sehen.

Ein kleines lustiges Gedicht über Wünschendorf von  Ludwig Daßler.

 

Bild: Wünschendorf Erzgebirge Daßler
Wünschendorf Erzgebirge
Bild: Wünschendorf Erzgebirge 2017
Wünschendorf Erzgebirge 2017
Bild: Wünschendorf Erzgebirge 2017
Wünschendorf Erzgebirge 2017
Bild: Wünschendorf Erzgebirge 2017
Wünschendorf Erzgebirge 2017
Bild: Wünschendorf Erzgebirge 2017
Wünschendorf Erzgebirge 2017
Bild: Wünschenodrf Erzgebirge 2017
Wünschendorf Erzgebirge 2017 Fotos: U. Heinritz 2017

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