Wünschendorf im zweiten Weltkrieg

Im zweiten Weltkrieg hatte Wünschendorf insgesamt 186 Tote zu beklagen. 143 davon allein aus dem Dorf.

Eine genaue Auflistung, wie für den ersten Weltkrieg, gibt es noch nicht. Auch ein Denkmal für die Toten des Krieges hat Wünschendorf nicht. Hier sind andere Dörfer weit voraus.

 

Wünschendorf selbst wurden vom gesamten Kriegsgeschehen wenig berührt. Es 1945 gab es durch die Bombardierung Dresdens Schäden und Verluste im Dorf.

In der Nacht von 14. zum 15. Februar 1945 schlugen zwei Fliegerbomben in die Felder nördlich unseres Dorfes ein. Eine Luftmine zerstörte das Haus von Felix Böhme, (Hausnummer 5k heute Augustusburger Straße 112) und tötete sechs Menschen. Vater, Mutter und die Ehefrau von Felix Böhme, dazu 2 Kinder einer Flüchtlingsfrau namens Ukat und eine weitere Frau, die verschüttet in den Trümmern lag. Deren Tochter und der ebenfalls verschüttete Sohn von Böhme konnten nach vielen Stunden fast unbeschädigt geborgen werden.

 

 

Bild: Wünschendorf Heinritz Haus Erzgebirge
Böhme Wohnhaus Wünschendorf Erzgebirge

Auf diesem Foto ist ganz links das alte Wohnhaus der Familie Böhme noch gut zu erkennen.


Auch in Neunzehnhain, das damals noch selbständig war, brannten 2 Wohnhäuser nieder. Der Luftdruck beschädigte viele Fester, Ziegeldächer und Scheunen in unmittelbarer Nähe des Mineneinschlages. Menschenleben gab es hier nicht zu beklagen. Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in den umliegenden Wäldern Schutz gesucht.

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