Der Stein im Wald

Am Sonnabend, dem 1.Juni 1907, zog gegen Mittag ein mächtiges Gewitter über das Ergebirge.

Während dieses Unwetters war der Meßgehilfe Fritzsche aus Hohndorf im tiefen Tal des Lautenbaches im Bornwald beschäftigt. Der Bau der unteren Neunzehnhainer Talsperre war voll im Gange. Ein neuer Zuflußgraben wurde angelegt und der Lautenbach in eine neue Uferböschung gefaßt.

An diesem Tag, gegen 14.00 Uhr, wurde hier Richard Walter Fritzsche, Sohn des Hohndorfer Fabrikwächters Karl Christoph Fritzsche, im Alter von 20 Jahren vom Blitz erschlagen. Drei Tage später, am 4.Juni, trug man ihn in Großolbersdorf zu Grabe.

Die Hinterbliebenen stellten an der Unfallstelle einen bescheidenen Gedenkstein auf, mit der kurzen Inschrift  Fritzsche 1.6.1907 .

Seit etwa 1950/60 ist dieser Gedenkstein verschollen. Doch im Erzgebirge wäre es kein Wunder, wenn eines Tages wieder ein schlichter Stein mit der alten Inschrift an dieser Stelle stehen würde.

Quelle: Erzgebirgische Heimat Teil 2

Zu diesem Ereignis im früheren Lautenbachtal schrieb Walter Findeisen aus Wünschendorf folgende Zeilen.

Warum nun auf der Zeichnung mit dem Text von Walter Findeisen ein anderes Datum steht, konnte noch nicht herausbekommen werden.

BIld: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Gedenkstein

Quelle: Erzgebirgischer Heimatkalender

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