Ulf Findeisen, ein Wünschendorfer

Ulf Findeisen (* 2.März 1962 in Marienberg geboren und in Wünschendorf im Erzgebirge aufgewachsen) ist ein ehemaliger deutscher Skispringer, der von 1983 bis 1990 aktiv war.

Bild: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Findeisen
Bild: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Findeisen

Ulf Findeisen begann auf der Schüler- und Jugendsprungschanze in Wünschendorf mit dem Skisprungsport. Zu seinen ersten Trainern gehörte sein Vater Christian. Mit 13 Jahren wechselte er nach Oberwiesenthal und trainierte beim dortigen SC Traktor unter Joachim Winterlich unter anderem mit Jens Weißflog.

1983 nahm er erstmals an Weltcup-Wettbewerben teil. Er konnte sich dreimal unter den besten Zehn platzieren und verfehlte im schweizerischen Gstaad als Vierter knapp das Podium. In dieser Saison konnte er auch erstmals DDR-Meister von der Großschanze werden. Auch in der darauffolgenden Saison konnte er die guten Resultate bestätigen und wiederholte seinen Erfolg bei den nationalen Meisterschaften. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1984 gewann er mit der Mannschaft der DDR die Silbermedaille im Team. 1985 wurde er DDR-Meister von der Normalschanze.

Vor heimischem Publikum in Oberwiesenthal konnte er 1986 seinen ersten Weltcup-Sieg feiern. Seine erfolgreichste Saison hatte Findeisen 1986/1987, als er bei der Vierschanzentournee hinter Ernst Vettori und Vegard Opaas den dritten Platz belegte. Als Dritter konnte er beim Springen in Garmisch-Partenkirchen seinen ersten Podiumsplatz in der Saison erkämpfen. Kurze Zeit später sprang er im tschechoslowakischen Strbske` Pleso zu seinem zweiten Weltcup-Erfolg. Im Gesamtweltcup belegte er in dieser Saison den zwölften Rang.

In den folgenden Jahren konnte er nicht mehr an die guten Leistungen anknüpfen und beendete 1990 seine aktive Laufbahn. Seit diesem Zeitpunkt ist Ulf Findeisen als Skisprungtrainer in seiner Zschopau tätig und betreute dort unter anderem den deutschen Nachwuchsspringer Erik Simon.

Text frei nach Wikipedia

Ernst Vettori und Ulf Findeisen 1986

Bild: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Findeisen

1989  I.Züchner, U.Findeisen, J.Weißflog und H.Hunger

Bild: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Findeisen

DDR-Skimeisterschaften 1989  Heiko Hunger Jens Weißflog und Ulf Findeisen

Bild: Teichler Wünschendorf Findeisen

Treffen einstiger Weltklasseskispringer

Zum Saisonabschluss hat es für die kleinsten sächsischen Nachwuchsskispringer ein Miniskifliegen in Oberwiesenthal gegeben. Die 3-9-jährigen Skisprungkinder wurden dabei von einstigenWeltklasseskispringern beobachtet.
Ulf Findeisen hat einst in Oberwiesenthal trainiert, war Trainingsgefährte von Jens Weißflog. Gemeinsam holten beide 1984 zur Mannschafts-WM in Engelberg – kurz nach den OlympischenSpielen von Sarajevo – die Silbermedaille. Ulf Findeisen wurde 1989 Dritter der Vierschanzentournee und zählte viele Jahre zu den Stützen der DDR-Skisprungnationalmannschaft.
Mit dem Skispringen ist Ulf Findeisen bis heute noch eng verbunden. Der 51-jährige ist Trainer beim SV Zschopau und betreute beim Miniskifliegen in Oberwiesenthal seine Nachwuchsskispringer. Andre Kiesewetter nutzte seinen Kurzurlaubsaufenthalt im Jens Weißflog Appartementhotel zu einem Besuch an der Oberwiesenthaler Schanze.
Andre Kiesewetter war der erste deutsche Skispringer, der Anfang der 1990iger Jahre den V-Stil beherrschte. In der Saison 1990/91 holte Andre Kiesewetter zwei Weltcupsiege und wurde Deutscher Meister und verwies dabei Jens Weißflog auf Platz 2. Bei den Skiweltmeisterschaften in Val di Fiemme 1991 gewann das deutsche Springerquartett mit Andre Kiesewetter , Jens Weißflog, Heiko Hunger und Dieter Thoma die Bronzemedaille. Ulf Findeisen war zunächst ein Zweifler und Skeptiker dem neuen Flugstil gegenüber. Anfang der 1990-Jahre war die Zeit der Stil-Duelle zwischen Parallel-und V-Stil.Beim traditionellen Pokalspringen zum 7. Oktober 1989 in Oberhof – damals der 40. Jahrestag der DDR – hat Andre Kiesewetter den Sprunglauf mit V-Stil und 7 Punkten Vorsprung gegenüber Ulf Findeisen gewonnen, der Zweiter wurde. Jens Weißflog pausierte verletzungsbedingt und war nicht dabei.

 

Text: Heike Hünefeld 28.März 2013

 

 

Besucherzaehler