HO Handelsorganisation Wünschendorf

Die Handelsorganisation (HO) war ein in der juristischen Form des Volkseigentums geführtes staatliches Einzelhandelsunternehmen in der Sowjetischen Besatzungszone(SBZ), weitergeführt in der DDR bis zu ihrer Auflösung nach der Wende. Der Handel umfasste alle Bereiche des Lebens – von Lebensmitteln bis zu Haushaltswaren.

Die HO wurde 1948 auf Weisung der Deutsche Wirtschaftskommission         (DWK) in Ost-Berlin gegründet. Nach kurzer Vorbereitungszeit eröffnete die Organisation am 15. November 1948 im damaligen Bezirk Friedrichshain in der Frankfurter Allee am U-Bahnhof Samariterstraße ein Geschäft für Textilien und Schuhe. Schuhe ohne Bezugsschein kosteten 120 bis 300 DM, Herrenanzüge bis zu 630 DM bei einem durchschnittlichen Monatslohn eines Industriearbeiters von 200 DM. Am 16. November eröffnete ein Süßwarenladen in der Neuen Königstraße. Eine Tafel Schokolade kostete hier 20 DM. Die in der HO angebotenen Lebensmittel konnten ohne Abgabe von Lebensmittelmarken erworben werden. Dafür waren die Preise anfänglich durchschnittlich doppelt so teuer, aber in allen Geschäften waren sie stets gleich hoch. Zugleich eröffneten weitere 28 HO-Läden und 21 HO-Gaststätten, auch außerhalb von Berlin.

In der Bergstraße 2  gab es die Fleischerei Zimmermann. Zu DDR-Zeiten war eine Filiale der HO (Handelsorganisation) Lebensmittel hier untergebracht.

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