Wünschendorf Augustusburger Straße

Geschäfte in der Augustusburger Straße in Wünschendorf

Auch auf der heutigen Augustusburger Straße waren jede Menge Geschäfte und Unternehmungen zu finden und ein paar wenige gibt es heute noch. Zumindest die Gebäude.

Die heutige Augustusburger Straße 101, ist die Damm-Mühle Wünschendorf, Getreidemühle und Bäckerei. Der offizielle Mühlenbetrieb wurde 1968 eingestellt.

Bild: Damm-Mühle Wünschendorf 1960
Damm-Mühle Wünschendorf 1960
Bild: Damm-Mühle Wünschendorf 2014
Damm-Mühle Wünschendorf 2014

Direkt im Dorf gab es in der heutigen Nummer 104 erst die Zigarrenherstellung von Edwin Berger und ab 1925 das Haushaltswarengeschäft von Willy Wagner. Edwin Berger zog mit seinem Geschäft gegenüber in die 105.

Bild: Wünschendorf Erzgebirge Zigarren Berger
Wünschendorf Zigarrenharstellung 1919 (heute Augustusburger Straße 104)
Bild: Wünschendorf Erzgebirge Wagner
Wünschendorf Mitte der dreißiger Jahre Haushaltwaren Willy Wagner
Bild: Wünschendorf Erzgebirge Tabakwaren Berger
Tabakwaren E. Berger (Willy Wagner auf Foto)

Im sogenannten "Mader Haus" heute Hausnummer 106, das Haus des Straßenwärters Mader, befand sich die Schneiderei von Artur Weise, im Dorf Weis-Schneider genannt. In der 107 gab es den Kolonialwarenhandel Schröter. Die Inhaber Paula und Helmut Schröter betrieben hier auch eine Wäschemangel. Zu DDR-Zeiten zog der Konsum ein und blieb bis 1990 der "Große Konsum" für die Wünschendorfer. In den sechziger Jahren arbeite Helmut Schröter in der Post, er war der "Postminister" von Wünschendorf. Die Augustusburger 108 beherbergt die ehemalige Firma Linus Dähnert bis 1972, mit der Produktion und Verkauf von Puppenstuben, Kaufmannsläden und Spielzeugmöbel. Später bis 1990 VEB VERO Holzspielwaren. Heute ist hier die Firma Friedensbrücke Erzgebirgische Kunstgewerbe und Spielwaren GmbH ansässig.

Bild: Weise Maderhaus Wünschendorf
Weise Maderhaus Wünschendorf
Bild: Kolonialwaren Schröter Wunschendorf
Kolonialwaren Schröter Wunschendorf
Bild: Helmut Schröter Wünschendorf
Helmut Schröter Wünschendorf
Bild: Wünschendorf Konsum
Wünschendorf Konsum 1960 links oben

Die Hausnummer 109 war früher die Kistenherstellung und Landwirtschaft von Paul Hunger, der aus der Schulstraße 110 mit seinem Betrieb hier herzog. Bis etwa 1948 wurden hier Transportkisten gefertigt. Danach zog die Schnitzerei Gottfried Börner in den hinteren Teil ein. In dieser Werkstatt wurde die erste Wünschendorfer Weihnachtspyramide entworfen und gebaut.

In der Nummer 111 war die Schneiderei von Emil Weber. Heute ist das Gebäude ein Wohnhaus.

Bild: Wünschendorf Firma Linus Dähnert
Wünschendorf Firma Linus Dähnert
Wünschendorf Augustusburger Straße 109
Wünschendorf Augustusburger Straße 109
Bild: Wünschendorf Feuerwehr
Wünschendorf Feuerwehr

Die Augustusburger Straße 114 wird seit 1963, nach Umbau einer Scheune, von der Freiwilligen Feuerwehr Wünschendorf genutzt.

Die heutige Augustusburger Straße 115 war das Gemeindegut, das sogenannte "Kühmichel-Gut" und wurde bis 1880 privat bewirtschaftet. Dann übernahm die Gemeinde den Hof, ein Wohn- und Stallhaus und zwei Scheunen. Dann, nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb hier die Familie Gebert einen Kohlehandel. Durch den Abriss des "Mangelhäuschens" im Querweg wurde die Kaltmangel umgesetzt und rekonstruiert.  Die Wäschemangel blieb bis 2002. Nach einem weiteren Verkauf des Gebäudes kam es dann zur Stilllegung und Abbau der Mangel. Falko Mehnert übernahm das Gebäude und betrieb von 2008 bis 2016 zog die Firma MD Mehnert Dienstleistung. 

Bild: Wäschenmangel Wünschendorf
Wäschenmangel Wünschendorf
Bild: Rathaus und Feuerwehr 1971
Rathaus und Feuerwehr 1971
Bild: Wünschendorf Feuerwehr 2014
Wünschendorf Feuerwehr 2014

Die Augustusburger Straße 116 war ab 1969 das Rathaus von Wünschendorf. Nach Umbau der linken Scheune des Gemeindegutes war hier bis 1999, bis zur Eingemeindung mit Lengefeld, eine Sparkasse, eine Arztstation, mit Frau Dr. Wilhelm und danach Frau Dr. Neubert und mit den Gemeindeschwestern Frau Becker und danach Frau Schmidt bis 1989, untergebracht und im Keller befand sich die Ortsbibliothek.

Bild: Wünschendorf Rathaus 1969
Rathaus 1969
Bild: Wünschendorf Rathaus ab 1969
Wünschendorf Rathaus 1971
Bild: Wünschendorf Rathaus ab 1969
Wünschendorf Rathaus ab 1969 bis 1999

Auf dem Gelände der 117 wurde an 17. November 1909 der Friedhof mit Kapelle eröffnet. Die ehemalige Schulglocke dient hier seit Oktober 1987 als Friedhofsglocke. Die Hausnummer 118 war von 1923 bis 1969 Das Gemeindeamt von Wünschendorf. Hier wohnte der Lehrer und spätere Schuldirektor Herbert Wagler bis zu seinem Tode. Seine Frau, die Lehrerin Renate Wagler, lebt heute noch dort.

Bild: Wünschendorf Friedhof mit Kapelle
Wünschendorf Friedhof mit Kapelle
Bild: Wünschendorf Gemeideamt
Gemeindeamt von 1923 bis 1969
Bild: Ehemaliges Gemeideamt 2015
Ehemaliges Gemeideamt 2015

Auf dem angrenzenden Gelände, dem heutigen Garagenplatz, befand sich der sogenannte Turngarten. Dieser wurde von den Sportvereinen und der Schule zur Körperertüchtigung genutzt.

Zu DDR Zeiten war hier auch der Kohlezwischenlagerplatz der Firma Gebert

Bild: Körperertüchtigung im Turngarten
Körperertüchtigung im Turngarten
Bild: Wünschendorf Böttcherei 120 heute
Ehemalige Böttcherei 120 heute
Bild: Wünschendorf Dähnert Wetterhäuschen
Wünschendorf Dähnert Wetterhäuschen

Bis etwa 1950 gab es in der Augustusburger Straße 120 die Böttcherei von Cölestin Bieber, mit Werkstatt, Produktion und Reparatur von Holzfässern und Bottichen.

Gleich daneben, in der Nummer 121 produzierte Willy Dähnert Wetter- und Lichterhäuschen, bis 1972. Zur 650-Jahrfeier von Wünschendorf konnte die gesamte Produktpalette des kleinen Unternehmens in einem Schaukasten betrachtet werden. Auch dieses Gebäude dient heute noch Wohnzwecken.

Bild: Wüsnchendorf Dähnert Schaukasten 2019
Wüsnchendorf Dähnert Schaukasten 2019

Die Augustusburger Straße 125 war Sitz des Kohlehandels Max Uhlmann. Auch eine kleine Tankstelle befand sich hier bis etwa 1965. Zeitweise war auch die Schneiderei Walther mit im Haus.

Vorher war das Anwesen eine Schmiede.

Besucherzaehler