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Franz Hermann Weber – ein fast vergessener Maler unserer Heimat

 

Wer kennt heute noch den Maler Franz Hermann Weber? Er wurde am 26. Juni 1823 in Wünschendorf geboren. Sein Vater Gottlob Weber war Ladenbesitzer in Wünschendorf und Handelsmann. Er besuchte die Messe in Leipzig sowie Märkte in Meißen, Großenhain, Bautzen, Querfurt, Merseburg und Naumburg. Robert Weber, der Bruder von Franz Hermann, gründete 1845 die Wünschendorfer Essig- und Branntweinfabrik.

Franz Hermann besaß ein großes Zeichentalent. Deshalb besuchte er zwischen seinem 12. bis 14. Lebensjahr in Grünhainichen den Zeichenunterricht bei Lehrer Schlegel aus Zschopau. Dieser veranlasste, dass er sich in der Lengefelder Dosenfabrik 1837 weiter ausbilden ließ. Als die Fabrik später nach Freiberg verlegt wurde, ist er mit dorthin verzogen.

Um sich weiterzubilden, trat er in die Kunstakademie Dresden ein. Nach seiner Ausbildung als Maler bezog er ein Atelier in Chemnitz und arbeitete als Porträtmaler. Hier lernte er die Rittergutstochter Henriette Puschmann, verw. Springer, kennen. Sie heirateten im Jahr 1860. Nach der Hochzeit zogen sie nach Dresden. Leider währte das Eheglück nicht lange, denn im Alter von erst 46 Jahren verstarb Franz Hermann am 25. April 1869 nach einem längeren Leiden an Nierenwassersucht. Wie viele Gemälde er hinterlassen hat, ist noch nicht erforscht.

Quelle: Chronik der Familie Weber in Wünschendorf bei Lengefeld; verfasst von Ernst Louis Weber, Oberlehrer und Kantor in Annaberg (Annaberg 1888)


Karl Lebrecht Krutzsch

Bild: Teichler Krutzsch Wünschendorf Erzgebirge
Bild: Teichler Wünschendorf Erzgebirge Krutzsch
Quelle: Amtsblatt Wünschendorf
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