Zur Geschichte von Wünschendorf

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 1369 als Windesdorf.

Mit der Reformation 1539 kam der Ort zur Kirche Lengefeld. 1550 wird die südöstlich, am Lautenbach liegende Damm-Mühle erstmals erwähnt. Die Grundherrschaft lag ab 1551 beim Rittergut Rauenstein. 1590 wurde Wünschendorf ein Amtsdorf des neu geschaffenen Amtes Rauenstein.

1696 unterstand Wünschendorf der Herrschaft des örtlichen Rittergutes – das Herrenhaus wurde nach 1945 zur Baumaterialgewinnung abgerissen, bis heute erhalten ist das Eingangsportal.

Am 1. Mai 1839 wurde Wünschendorf vom Rittergut getrennt und bildete mit Stolzenhain eine eigenständige Gemeinde.

1850 wurde durch Robert Weber die Spielwarenproduktion eingeführt.

1875 erhielt der mit der Stadion "Reifland" Eisenbahnanschluss an der Flöhatalbahn. 1905 erfolgte die Aufstufung zu Bahnhof und 1939 erhielt dieser den bis heute geltenden Namen "Reifland-Wünschendorf".

1877 wurde eine Schule errichtet, die dann 1977 endgültig geschlossen wurde.

1893 wurde in der ehemaligen Spinnerei im Flöhatal eine Räderfabrik eingerichtet (Alte Seifertmühle).

1899 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Bereits 1900 wurde Wünschendorf an das Fernsprechnetz angeschlossen, 1913 erfolgte der Anschluss ans Elektrizitätsnetz. Im Ersten Weltkrieg hatte Wünschendorf 43 Todesopfer zu beklagen.

1920 kam es zur Auflösung des Rittergutsbezirkes. 1925 gründete sich die „Bruno Wagner KG, Blech- und Metallwarenfabrik“.

Bei einem Luftangriff am 15. Februar 1945 wurden sechs Menschen getötet, insgesamt fielen in Wünschendorf 186 Menschen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.

Am 1. Oktober 1948 wurde die Siedlung Neunzehnhain eingemeindet.

 

Zum 1. Januar 1999 wurde Wünschendorf mit Stolzenhain und Neunzehnhain nach Lengefeld eingemeindet.

 

Am 1. Januar 2014 erfolgte der Zusammenschluss mit der Gemeinde Pockau zu Pockau - Lengefeld.

 

Mit Stand 31.Mai 2016 hat Wünschendorf 563 Einwohner.

Bild: Teichler Wünschendorf  Schumann Postlexikon
Quelle : Schumann Postlexikon Sachsen Band 13 S.324 1826
Bild: Teichler Wünschendorf Chronik
Bild: Teichler Fachwerkhaus  Wünschendorf Erzgebirge
Foto: R.Teichler
Bild: Teichler Wünschendorf Chronik
Quelle: Amtsblatt Wünschendorf
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